Das Jakobushaus in Mülsen, betrieben von der Diakonie Westsachsen, ist eine stationäre Pflegeeinrichtung, die pflegebedürftigen und älteren Menschen ein behütetes Umfeld sowie aktive Gestaltungsmöglichkeiten des Alltags bietet. Als diakonischer Träger legt die Einrichtung einen besonderen Fokus auf die individuelle Betreuung, die sich an den tagtäglichen körperlichen, psychischen und seelischen Bedürfnissen der Bewohner orientiert. Das übergeordnete Ziel des innovativen Pflegekonzepts ist der Erhalt einer möglichst selbstständigen Lebensführung, wobei ein hoher Anteil qualifizierter Fachkräfte und ein festes Mitarbeiterteam die Qualität der Versorgung sicherstellen. Die Einrichtung liegt in einer ruhigen, grünen Umgebung und ist dennoch ortsnah gelegen, was die Anbindung an die lokale Gemeinschaft fördert. Die Lage im Landkreis Zwickau, eingebettet in die sächsische Region, trägt zur hohen Lebensqualität bei. Das Haus verfügt über eine Kapazität von achtzig Plätzen, die sich auf vier separate Wohnbereiche verteilen. Die Unterbringung erfolgt in vierzig Einzelzimmern, die jeweils zu zweit ein Bad und einen Flur teilen, sowie in zwanzig Doppelzimmern mit eigenem Bad. Die Zimmer sind teil- oder vollmöbliert, wobei die Mitnahme persönlicher Gegenstände und Kleinmöbel ausdrücklich erwünscht ist, um eine vertraute Atmosphäre zu schaffen. Die Architektur besteht aus drei miteinander verbundenen Häusern, wobei das Mittelhaus zentrale Einrichtungen beherbergt und ein Aufzug die barrierefreie Erreichbarkeit aller Bereiche gewährleistet.
Ein besonderes Merkmal des Jakobushauses ist der spezialisierte Wohnbereich zur segregativen Betreuung von Menschen mit Demenz, der auf deren spezifische Bedürfnisse zugeschnitten ist. Hierzu gehört auch ein geschützter Garten mit Rundweg, der speziell für demenziell erkrankte Personen angelegt wurde und einen sicheren Aufenthalt in der Natur ermöglicht. Die aktive Tagesgestaltung wird durch vielfältige Angebote wie Chor, Kreativgruppen, Zeitungsschau, Gymnastik und Sturzprophylaxe gefördert. Die soziale Betreuung und der Sozialdienst begleiten und beraten die Bewohner und ihre Angehörigen umfassend. Die Integration in das Gemeindeleben wird durch regelmäßigen Kontakt zu Kindertagesstätten, Schulen und Handarbeitsfrauen sowie durch die enge Zusammenarbeit mit der örtlichen Kirchgemeinde und ambulanten Hospizdiensten gewährleistet. Im Haus finden wöchentliche Gottesdienste und Andachten statt, ergänzt durch monatliche Teilnahmen am Gemeindegottesdienst. Für die Wäschepflege wird ausschließlich der hauseigene Service genutzt, und Dienstleistungen wie Friseur und Fußpflege können als Hausbesuch in Anspruch genommen werden. Auch die Kleintierhaltung ist nach vorheriger Absprache möglich. Die diakonische Prägung zeigt sich zudem in der Begleitung durch Seelsorger auf Wunsch und dem Angebot der Hausaussegnung oder Abschiednahme am Bett nach einem Versterben, was die ganzheitliche und würdevolle Betreuung unterstreicht.