Das Seniorenzentrum An der Rotdornstraße nutzt die Verbindung von Innen- und Außenbereichen, um ein offenes, zugleich geschütztes Umfeld zu schaffen. Große Fensterflächen, sichtbare Grünstrukturen und kurze Wege zu Terrassen oder Gartenabschnitten geben dem Haus eine helle, freundliche Anmutung. Aufenthaltsräume orientieren sich teilweise an diesen Außenbezügen, sodass Tageslicht und jahreszeitliche Eindrücke den Alltag begleiten. Zugleich sorgen klar gegliederte Funktionszonen dafür, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner gut orientieren können und Aktivitäten eine erkennbare räumliche Zuordnung erhalten.
Die Versorgung verfolgt das Ziel, Aktivitätsphasen und Ruheabschnitte in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen, wodurch ein Tagesablauf entsteht, der sowohl Orientierung als auch individuelle Freiräume bietet. Strukturierte Gruppenangebote, Einzelbetreuung und kleine Bewegungsimpulse unterstützen vorhandene Fähigkeiten und tragen dazu bei, Selbstständigkeit so weit wie möglich zu erhalten. Menschen mit kognitiven Einschränkungen profitieren von klaren Abläufen, gut lesbaren Wegen und ruhigen Zonen, die Reizüberflutung reduzieren und Sicherheit vermitteln. Die enge Abstimmung zwischen Pflegekräften, therapeutischen Diensten und behandelnden Ärztinnen und Ärzten sorgt dafür, dass Veränderungen frühzeitig wahrgenommen und Maßnahmen entsprechend angepasst werden können. Angehörige erhalten regelmäßige, nachvollziehbare Einblicke in die Entwicklung der Betreuungssituation, sodass Entscheidungen transparent und gemeinsam getragen werden.