Das Seniorenheim Jenny Marx basiert auf einer sozialen Raumlogik, die Gemeinschaft und Rückzug gleichermaßen berücksichtigt. Zentrale Begegnungspunkte sind gut erreichbar, ohne Bewegungsabläufe zu stören, während abgeschirmte Bereiche ruhige Gegenpole bilden. Die Architektur unterstützt individuelle Routinen und erleichtert eine natürliche Tagesstruktur. Durch diese Balance entsteht ein Umfeld, das soziale Teilhabe ebenso ermöglicht wie geschützte Erholungsphasen.
Das pflegerische Konzept folgt einem ressourcenorientierten Ansatz, wodurch ein Tagesablauf entsteht, der sowohl Orientierung als auch individuelle Freiräume bietet. Aktivierungsangebote, therapeutische Impulse und strukturierte Routinen unterstützen vorhandene Fähigkeiten und fördern einen gleichmäßigen Rhythmus. Menschen mit kognitiven Einschränkungen profitieren von ruhigen Bereichen, klaren Wegen und gut lesbaren Abläufen, die Reizüberflutung reduzieren. Die enge Abstimmung zwischen Pflegekräften, medizinischen Diensten und therapeutischen Angeboten stellt sicher, dass Veränderungen früh erkannt und Maßnahmen zielgerichtet angepasst werden. Angehörige erhalten nachvollziehbare Einblicke in die Versorgung, sodass Entscheidungen transparent und gemeinsam getragen werden.