Das Pflegezentrum des DRK basiert auf einer sozialen Raumlogik, die Gemeinschaft und Rückzug gleichermaßen berücksichtigt. Zentrale Treffpunkte wurden so platziert, dass sie leicht erreichbar sind, ohne Bewegungsabläufe zu stören. Ergänzend dazu schaffen abgeschirmte Bereiche ruhige Pole, die als Ausgleich zu aktivitätsreichen Zonen dienen. Die Architektur verfolgt das Ziel, Orientierung zu erleichtern und zugleich individuelle Routinen zu unterstützen, wodurch ein harmonisches und gut lesbares Tagesgefüge entsteht.
Ein besonderer Fokus liegt auf den Anforderungen von Menschen mit kognitiven Einschränkungen, wodurch ein Tagesablauf entsteht, der sowohl Orientierung als auch individuelle Freiräume bietet. Aktivierungsangebote, therapeutische Impulse und alltagspraktische Tätigkeiten unterstützen vorhandene Fähigkeiten und fördern einen gleichmäßigen Rhythmus. Menschen mit kognitiven Einschränkungen profitieren besonders von transparenten Strukturen, gut lesbaren Wegen und ruhigen Segmenten, die Reizüberflutung reduzieren. Die enge Zusammenarbeit zwischen Pflegefachkräften, medizinischen Diensten und therapeutischen Bereichen sorgt dafür, dass Veränderungen früh erkannt und Maßnahmen entsprechend angepasst werden. Angehörige erhalten nachvollziehbare, regelmäßige Einblicke in Entscheidungsprozesse, sodass Versorgungswege gemeinsam abgestimmt werden können.