Das Annastift in Jarmen repräsentiert eine traditionsreiche Einrichtung der stationären Altenpflege, durch den Pommerschen Diakonieverein e.V. verantwortet. Als Teil der diakonischen Gemeinschaft verpflichtete sich das Haus einem Pflegeleitbild, das christliche Nächstenliebe und die Würde des Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die Architektur des Gebäudes, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1912 zurückreichen, prägt das Erscheinungsbild. Die Lage in der Kleinstadt Jarmen, eingebettet in die vorpommersche Landschaft, bot den Bewohnern eine ruhige Umgebung. Die Konzeption des Hauses zielte darauf ab, pflegebedürftigen Menschen ein Zuhause zu bieten, das professionelle Versorgung und Teilhabe ermöglicht. Die Kapazität der Einrichtung war auf eine überschaubare Anzahl von Pflegeplätzen ausgelegt, was eine familiäre Betreuungsstruktur begünstigte. Das Angebot umfasste vollstationäre Pflege für alle Pflegegrade. Die Trägerschaft durch einen großen diakonischen Verband sicherte die Einhaltung hoher Qualitätsstandards in allen Bereichen der Versorgung und Betreuung. Die Verzahnung mit lokalen diakonischen Strukturen ermöglichte eine umfassende Unterstützung über die reine Pflege hinaus.
Das Leistungsspektrum des Annastifts umfasste die ganzheitliche Betreuung älterer Menschen mit unterschiedlichem Pflegebedarf. Neben der Grund- und Behandlungspflege wurde ein besonderer Fokus auf aktivierende Pflege gelegt, um die vorhandenen Fähigkeiten der Bewohner zu erhalten und zu fördern. Ein wichtiger Bestandteil des Angebots war die Kurzzeitpflege, die pflegenden Angehörigen eine temporäre Entlastung ermöglichte. Die Ausstattung des Hauses entsprach den Anforderungen an eine moderne Pflegeeinrichtung, wobei Einzel- und Doppelzimmer zur Verfügung standen, die den Bewohnern die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung boten. Die Gemeinschaftsflächen, darunter ein Speisesaal und verschiedene Aufenthaltsbereiche, dienten der Förderung des sozialen Miteinanders. Besonders hervorzuheben war die parkähnliche Außenanlage, die zu Spaziergängen und zum Verweilen im Freien einlud und einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität leistete. Die Betreuung von Menschen mit demenziellen Veränderungen stellte einen weiteren Schwerpunkt dar, wofür speziell geschultes Personal und angepasste Konzepte zur Verfügung standen. Regelmäßige kulturelle und therapeutische Angebote, wie Gedächtnistraining, Gymnastik und jahreszeitliche Feste, waren fest im Wochenplan verankert, um die geistige und körperliche Fitness der Senioren zu unterstützen und die Integration in das städtische Leben zu fördern. Die enge Zusammenarbeit mit lokalen Ärzten und Therapeuten gewährleistete eine lückenlose medizinische Versorgung. Die Konzeption des Annastifts war darauf ausgerichtet, ein Höchstmaß an Lebensqualität und Selbstbestimmung im Alter zu sichern.