Das Borghardtstiftung zu Stendal zeichnet sich durch eine ruhige atmosphärische Grundhaltung aus, die über Lichtführung, proportionale Raumaufteilung und weiche Übergänge erreicht wird. Aufenthaltsbereiche öffnen sich optisch durch sanfte Helligkeitsverläufe, während geschützte Zonen bewusst als Ruhepole gestaltet sind. Die Gestaltung verzichtet auf übermäßige Reize und setzt stattdessen auf klare Strukturen, die Orientierung erleichtern und das Sicherheitsgefühl stärken.
Der Tagesablauf ist darauf ausgelegt, Stabilität zu gewährleisten und Orientierung zu erleichtern, wodurch ein Tagesablauf entsteht, der sowohl Orientierung als auch individuelle Freiräume bietet. Aktivierungsangebote, therapeutische Impulse und alltagspraktische Tätigkeiten unterstützen vorhandene Fähigkeiten und fördern einen gleichmäßigen Rhythmus. Menschen mit kognitiven Einschränkungen profitieren besonders von transparenten Strukturen, gut lesbaren Wegen und ruhigen Segmenten, die Reizüberflutung reduzieren. Die enge Zusammenarbeit zwischen Pflegefachkräften, medizinischen Diensten und therapeutischen Bereichen stellt sicher, dass Veränderungen frühzeitig erkannt und Maßnahmen passend angepasst werden. Angehörige erhalten regelmäßige, nachvollziehbare Einblicke in Entscheidungsprozesse, sodass Versorgungswege gemeinsam abgestimmt werden können.