Das Altenpflegeheim Haiger wird vom Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Dillkreis e.V. getragen. Die Einrichtung liegt in der Kleinstadt Haiger, eingebettet in die ländlich geprägte Umgebung des hessischen Lahn-Dill-Kreises. Die naturnahe Lage bietet eine ruhige Atmosphäre. Das Haus wurde 1978 erbaut und zwischen 2000 und 2005 umfassend modernisiert, um zeitgemäße Pflegestandards zu gewährleisten. Die Gesamtkapazität umfasst 72 Plätze, die ausschließlich in Form von Einzelzimmern zur Verfügung stehen. Dieses Raumkonzept betont die Wichtigkeit der Privatsphäre und ermöglicht die individuelle Gestaltung des persönlichen Lebensraumes. Die Zimmer sind funktional eingerichtet, um den Anforderungen der Bewohner gerecht zu werden. Zur Grundausstattung zählen ein modernes Pflegebett, Nachttisch, ein geräumiger Kleiderschrank mit Wertfach sowie ein behindertengerechter Tisch mit Stühlen. Alle Wohneinheiten sind mit Kabelanschluss für TV und Telefonanschluss ausgestattet. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes, barrierefreies Bad mit Dusche, WC und Waschbecken. Ein direktes Schwesternnotrufsystem gewährleistet die schnelle Verfügbarkeit von Hilfe. Den Bewohnern wird die Möglichkeit eingeräumt, ihre Zimmer mit eigenen Möbeln zu ergänzen, um eine häusliche und vertraute Umgebung zu schaffen.
Die allgemeine Ausstattung umfasst eine eigene Küche, eine interne Wäscherei, eine ansprechend gestaltete Außenanlage, die zum Verweilen im Freien einlädt. Ein zentraler Treffpunkt ist die Cafeteria „Klatschmohn“, die als Ort des sozialen Austauschs dient. Das Leistungsspektrum konzentriert sich auf die vollstationäre Pflege. Die Pflegephilosophie legt einen besonderen Schwerpunkt auf die soziale und therapeutische Betreuung der Bewohner. Das übergeordnete Ziel ist es, die bestehende Pflegebedürftigkeit zu mildern, einer weiteren Verschlechterung vorzubeugen und die Bewohner durch individuelle Hilfestellung bei der Bewältigung von Lebenskrisen und der aktiven Gestaltung des Alltags zu unterstützen. Die Einrichtung verfolgt das Prinzip, den Lebensraum so zu gestalten, dass die selbstständige und selbstbestimmte Führung des Lebens innerhalb und außerhalb des Hauses so weit wie möglich erhalten bleibt. Die Betreuung und Pflege wird von einem festen Team unter der Leitung einer gerontopsychiatrisch weitergebildeten Pflegefachkraft durchgeführt. Ergänzend wird das Team durch einen erfahrenen Neurologen unterstützt. Die Alltagsgestaltung erfolgt durch tagesstrukturierende Maßnahmen, das Einhalten von vertrauten Ritualen, die Einbeziehung in hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Bewegungsübungen, Basale Stimulation, Validation sowie die sogenannte 10-Minuten-Aktivierung. Die Bewohner werden dabei stets unter Berücksichtigung ihrer individuellen Ressourcen aktiv in die Gestaltung der Tätigkeiten einbezogen.