Das Pflegeheim „Franziska Tiburtius“ in Stralsund, benannt nach der bekannten deutschen Ärztin und Frauenrechtlerin Franziska Tiburtius, war eine stationäre Pflegeeinrichtung, deren Geschichte eng mit der kommunalen Daseinsvorsorge der Hansestadt verbunden ist. Die Einrichtung wurde von den Wohlfahrtseinrichtungen der Hansestadt Stralsund gemeinnützige GmbH (WFE) betrieben, einem bedeutenden Träger in der Region, der sich der umfassenden Betreuung pflegebedürftiger Menschen widmet. Die WFE, als kommunales Unternehmen, gewährleistete eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Versorgung im Sinne des öffentlichen Auftrags. Die ursprüngliche Einrichtung befand sich in der Kedingshäger Straße und diente über viele Jahre als wichtiger Anlaufpunkt für die stationäre Altenpflege in der Region. Sie bot den Bewohnern eine umfassende Betreuung, die sowohl die Grund- als auch die Behandlungspflege umfasste, eingebettet in ein soziales Umfeld, das auf die individuellen Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten war. Die Lage im Stadtgebiet von Stralsund ermöglichte eine gute Anbindung an die städtische Infrastruktur und die Nähe zu wichtigen Versorgungszentren.
Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung und Modernisierung der Pflegeinfrastruktur in Stralsund wurde das ursprüngliche Gebäude in der Kedingshäger Straße als nicht mehr sanierungsfähig eingestuft. Dies führte zu der Entscheidung, das Pflegeheim „Franziska Tiburtius“ durch einen modernen Ersatzbau zu ersetzen. Dieser Neubau, der im November 2010 bezogen wurde, markierte einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der Pflegeangebote der WFE. Obwohl der Name „Franziska Tiburtius“ in der Liste der aktuellen Einrichtungen der WFE nicht mehr als eigenständiges Haus geführt wird, lebt der Geist der Namensgeberin in der modernen Pflegephilosophie des Trägers weiter. Die WFE betreibt heute mehrere zeitgemäße Pflegeeinrichtungen, die das gesamte Spektrum der stationären Pflege abdecken, einschließlich Kurzzeitpflege, Urlaubs- und Verhinderungspflege sowie spezialisierter hospizlicher Pflege. Die Kapazitäten und die Ausstattung der neuen Häuser sind auf die aktuellen Standards der Altenpflege ausgerichtet und bieten den Bewohnern Einzelzimmer, Gemeinschaftsräume und therapeutische Angebote. Die Einrichtungen legen Wert auf eine aktivierende Pflege, die die Selbstständigkeit der Bewohner fördert und ihnen ein würdevolles Leben im Alter ermöglicht. Die Historie des Pflegeheims „Franziska Tiburtius“ steht somit symbolisch für den Wandel und die kontinuierliche Verbesserung der Pflegequalität in der Hansestadt Stralsund.