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Ein neues Zuhause im Alter
Der Schritt in ein Pflegeheim ist eine große Veränderung im Leben – für den Menschen, der umzieht, und für seine Familie. Es ist oft ein Weg, der mit vielen Fragen und auch Sorgen verbunden ist. Doch ein Pflegeheim kann vor allem eines sein: ein neues, sicheres Zuhause, in dem man liebevoll umsorgt wird, wenn man den Alltag nicht mehr allein bewältigen kann. Weil immer mehr von uns ein hohes Alter erreichen, wird dieses Thema für uns alle wichtiger. Dieser Text soll Ihnen ein herzlicher und verständlicher Begleiter sein, der Ihnen die Welt der Pflegeheime in Deutschland näherbringt – ganz ohne kompliziertes Behördendeutsch.
Wie möchte ich wohnen? Die verschiedenen Arten von Pflege-Zuhause
Wenn wir von einem „Pflegeheim“ sprechen, gibt es ganz unterschiedliche Formen, wie man dort leben und betreut werden kann. Es geht darum, das Richtige für die persönliche Lebenssituation zu finden.
Das Rund-um-sorglos-Zuhause (Vollstationäre Pflege):
Hier findet man ein dauerhaftes neues Zuhause und wird Tag und Nacht liebevoll versorgt. Das ist die richtige Wahl, wenn eine Betreuung in den eigenen vier Wänden nicht mehr möglich ist.
Zu Gast am Tag oder in der Nacht (Teilstationäre Pflege):
Manchmal braucht man nur tagsüber Unterstützung, während die Familie bei der Arbeit ist, oder eine sichere Betreuung für die Nacht. Bei dieser „Tages- oder Nachtpflege“ verbringt man nur einen Teil des Tages im Heim und wohnt ansonsten weiterhin zu Hause. Das ist eine wunderbare Entlastung für pflegende Angehörige.
Eine helfende Hand auf Zeit (Kurzzeitpflege):
Nach einem Krankenhausaufenthalt oder wenn die Familie einmal eine Auszeit braucht, kann man für eine begrenzte Zeit im Pflegeheim wohnen, um wieder zu Kräften zu kommen.
Neben dem klassischen Pflegeheim gibt es heute auch tolle alternative Wohnideen, die mehr Selbstständigkeit ermöglichen. In Pflege-Wohngemeinschaften lebt man mit anderen Senioren zusammen in einer Art WG – jeder hat sein eigenes Reich, aber es gibt auch Gemeinschaftsräume zum Kochen und Klönen. Beim Betreuten Wohnen hat man eine eigene kleine Wohnung und kann Pflegeleistungen ganz nach Bedarf dazubuchen.
Die Pflegelandschaft in Deutschland: Bunt und vielfältig
In Deutschland gibt es eine bunte Mischung an Pflegeheimen, die von unterschiedlichen Organisationen betrieben werden. Aktuelle Zahlen von 2025 geben uns einen kleinen Einblick:
| Was es gibt | Ungefähre Anzahl |
| Pflegeheime insgesamt | über 11.600 |
| Verfügbare Pflegeplätze | rund 914.000 |
| Plätze pro Heim im Schnitt | etwa 78 |
Wer kümmert sich um den Betrieb dieser Heime?
Gemeinnützige Träger:
Das sind die großen Wohlfahrtsverbände wie die Diakonie, die Caritas oder das Rote Kreuz, die oft schon seit Jahrzehnten für Menschen da sind.
Private Anbieter:
Immer mehr private Unternehmen engagieren sich ebenfalls in der Pflege.
Städte und Gemeinden:
Auch einige Kommunen betreiben eigene Pflegeeinrichtungen.
Je nachdem, wo man in Deutschland lebt, ist die Mischung ganz unterschiedlich. In manchen Bundesländern gibt es mehr private Heime, in anderen mehr gemeinnützige. Und in der Stadt sind die Heime oft etwas größer als auf dem Land.
Was kostet ein Platz im Pflegeheim? Eine ehrliche Übersicht
Die Frage nach den Kosten ist für die meisten Familien die größte Sorge. Es ist wichtig, hier offen und ehrlich hinzuschauen. Die monatlichen Kosten für einen Heimplatz setzen sich aus verschiedenen Teilen zusammen:
- Die reinen Pflegekosten: Für die Arbeit der Pflegekräfte, die Betreuung und die medizinische Versorgung.
- Wohnen und Essen: Ähnlich wie die Miete und Nebenkosten für eine Wohnung, oft auch „Hotelkosten” genannt.
- Instandhaltung des Hauses: Ein Anteil für das Gebäude, Reparaturen und Modernisierungen.
- Ein Beitrag für die Zukunft: Eine kleine Umlage, um die Ausbildung neuer, junger Pflegekräfte zu finanzieren.
Die Pflegeversicherung ist eine große Hilfe, aber sie funktioniert wie eine Teilkasko-Versicherung – sie übernimmt einen festen Betrag für die reinen Pflegekosten. Den Rest müssen die Bewohner selbst tragen. Dieser Eigenanteil ist in den letzten Jahren leider immer weiter gestiegen.
Ein Blick auf die Kosten (Stand 2026)
| Mein Pflegegrad | Das zahlt die Pflegekasse (ca.) | Mein Eigenanteil im 1. Jahr (ca.) |
| 1 | 125 € | 3.417 € |
| 2 | 770 € | 3.245 € |
| 3 | 1.262 € | 3.245 € |
| 4 | 1.775 € | 3.245 € |
| 5 | 2.005 € | 3.245 € |
Gut zu wissen: Der Eigenanteil für die Pflege selbst (ohne Wohnen und Essen) ist für die Pflegegrade 2 bis 5 gleich hoch.
Um die finanzielle Last zu erleichtern, gibt es einen Zuschuss von der Pflegekasse, der umso höher wird, je länger man im Heim lebt. Im ersten Jahr sind es 5 % auf den pflegebedingten Eigenanteil, ab dem vierten Jahr sogar 70 %. Wenn die eigene Rente und das Ersparte nicht ausreichen, muss niemand Angst haben. Dann hilft das Sozialamt. Und auch die Kinder werden nur dann zur Kasse gebeten, wenn sie ein sehr hohes Einkommen (über 100.000 Euro im Jahr) haben. Hier gibt es klare Schutzregeln.
Meine Rechte: Sicher und selbstbestimmt im Pflegeheim
Wer in ein Pflegeheim zieht, gibt seine Rechte nicht an der Tür ab – ganz im Gegenteil! Es gibt klare Regeln, die die Bewohner schützen. Alles Wichtige wird in einem Heimvertrag festgehalten. Dieser Vertrag ist eine persönliche Vereinbarung, die ganz genau auflistet, welche Leistungen man erhält und was sie kosten.
Das Wichtigste ist: Sie bleiben der Chef in Ihrem Leben. Sie haben das Recht:
- Ihren Arzt und Ihre Apotheke frei zu wählen.
- auf Ihre Privatsphäre und ein ungestörtes Leben in Ihrem Zimmer.
- jederzeit Besuch zu empfangen.
- bei wichtigen Entscheidungen im Heim mitzureden, vertreten durch den Heimbeirat.
Damit die Qualität in den Heimen stimmt, gibt es unabhängige Kontrollen. Die Heimaufsicht schaut sich regelmäßig an, ob baulich alles in Ordnung ist und die Organisation stimmt. Zusätzlich prüft der Medizinische Dienst (MD) im Auftrag der Pflegekassen die Qualität der Pflege ganz genau. Die Ergebnisse dieser Prüfungen kann jeder einsehen – das schafft Transparenz und Vertrauen.
Ein Blick nach vorn: Die Pflege von morgen gestalten
Unsere Gesellschaft steht vor großen Aufgaben, denn wir werden erfreulicherweise immer älter. Das bedeutet aber auch:
Mehr Menschen brauchen Pflege:
Die Zahl der Pflegebedürftigen wird in den nächsten Jahrzehnten weiter steigen.
Wir brauchen mehr helfende Hände:
Schon heute fehlen viele Pflegekräfte. Die, die da sind, leisten jeden Tag Großartiges, sind aber oft an ihrer Belastungsgrenze.
Die Kosten steigen:
Gutes Personal und eine gute Ausstattung kosten Geld, was die Heime und die Bewohner vor Herausforderungen stellt.
Doch es gibt viele gute Ideen und Ansätze, um die Pflege für die Zukunft zu sichern. Es werden Pflegekräfte aus dem Ausland gewonnen, digitale Helferlein erprobt, die den Pflegealltag erleichtern, und neue, wohnlichere Pflegekonzepte entwickelt. Vor allem aber geht es darum, den Pflegeberuf wieder attraktiver zu machen – mit besserer Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen, damit sich auch in Zukunft Menschen mit Herz für diesen wichtigen Beruf entscheiden.
Häufig gestellte Fragen zu Altenheimen & Pflegeheimen in Deutschland
Weiterführende Informationen von TEARA
Was passiert, wenn mein Geld für das Pflegeheim nicht reicht?
Das ist eine der größten Sorgen, die viele Menschen umtreibt, und die Antwort darauf ist sehr beruhigend: In Deutschland muss niemand Angst haben, im Alter unversorgt zu bleiben, nur weil das Geld knapp ist.
Wenn Ihre Rente und Ihr Erspartes nicht ausreichen, um die Kosten für den Heimplatz zu decken, springt der Staat ein. Das Sozialamt übernimmt dann die restlichen Kosten. Dieser Antrag ist unkompliziert und die Mitarbeiter im Pflegeheim helfen Ihnen gerne dabei. Ihr Zuhause und ein angemessenes Schonvermögen sind dabei geschützt.
Und was ist mit den Kindern? Viele haben Angst, dass ihre Kinder für sie zahlen müssen. Auch hier gibt es eine klare Entwarnung: Kinder werden nur dann zur Kasse gebeten, wenn sie ein sehr hohes Einkommen haben (mehr als 100.000 Euro brutto im Jahr). Der Staat hat hier eine hohe Schutzgrenze eingezogen, damit die finanzielle Sicherheit der nächsten Generation nicht gefährdet wird. Sie können also beruhigt sein: Es wird immer eine Lösung gefunden, die für alle fair ist.
Verliere ich im Pflegeheim meine Selbstständigkeit? Darf ich persönliche Dinge mitbringen?
Nein, auf keinen Fall! Ein gutes Pflegeheim ist kein Krankenhaus, sondern Ihr neues Zuhause. Ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben bleibt unangetastet. Das bedeutet ganz konkret:
- Sie behalten Ihren Hausarzt: Sie haben die freie Arztwahl und müssen nicht zu einem vom Heim bestimmten Arzt wechseln. Ihr vertrauter Mediziner kann Sie auch im Pflegeheim weiter betreuen.
- Ihr Zimmer ist Ihr Reich: Sie dürfen und sollen Ihr Zimmer mit Ihren eigenen, liebgewonnenen Möbeln, Bildern und Erinnerungsstücken einrichten. Der kleine Sessel, die Kommode von Oma, die Familienfotos an der Wand – all das macht aus einem Zimmer ein echtes Zuhause und ist ausdrücklich erwünscht.
- Sie gestalten Ihren Tag: Natürlich gibt es feste Essenszeiten und Angebote, aber Sie entscheiden selbst, woran Sie teilnehmen möchten. Ob Sie lieber in Ruhe ein Buch lesen, am Gymnastikkurs teilnehmen oder Besuch von Ihrer Familie empfangen – es ist Ihr Tag.
Ein gutes Pflegeheim wird Sie immer darin bestärken, so selbstständig wie möglich zu bleiben und Ihre Gewohnheiten beizubehalten.
Wie finde ich ein gutes Pflegeheim, das zu mir passt?
Die Wahl des richtigen Heims ist eine Herzensentscheidung, bei der auch der Bauch mitreden darf. Es gibt aber ein paar handfeste Tipps, die Ihnen bei der Suche helfen:
Schauen Sie sich die offiziellen Noten an:
Der Medizinische Dienst (MD) prüft alle Heime regelmäßig auf Herz und Nieren. Die Ergebnisse (die „Pflegenoten”) kann man online einsehen. Sie geben einen ersten guten Anhaltspunkt, wie es um die Qualität der Pflege bestellt ist.
Machen Sie sich selbst ein Bild:
Gehen Sie hin! Vereinbaren Sie einen Termin und lassen Sie die Atmosphäre auf sich wirken. Wie riecht es? Wie ist der Umgangston zwischen Personal und Bewohnern? Wirkt das Haus freundlich und einladend?
Sprechen Sie mit den Menschen vor Ort:
Reden Sie nicht nur mit der Heimleitung, sondern, wenn möglich, auch mit den Bewohnern und den Pflegekräften. Fragen Sie, wie sie sich fühlen und wie der Alltag aussieht. Ein ehrliches Lächeln eines Bewohners sagt oft mehr als jeder Hochglanzprospekt.
Vertrauen Sie Ihrem Gefühl: Fühlen Sie sich an diesem Ort wohl? Können Sie sich vorstellen, hier zu leben oder einen geliebten Menschen hier zu wissen? Oft ist das Bauchgefühl der beste Ratgeber.
Nehmen Sie sich Zeit für diese Entscheidung. Ein gutes Heim wird dafür immer Verständnis haben und Ihnen alle Türen für einen Besuch öffnen.